Jazz an einem Sommerabend
Burg Linn Krefeld, Samstag, 11. Juli 2026 – 18:30 Uhr,
Einlass 18 Uhr
AK: 45,- €, JKK & ERM.: 26,- € // VVK: 39,- €, JKK & ERM.: 26,- € (inkl. VVK-Gebühr)
(ca. 21:30 Uhr)

JAMES BRANDON LEWIS – tenor sax
ARUÁN ORTIZ – piano
BRAD JONES – bass
CHAD TAYLOR – drums
Es ist nicht übertrieben, den Saxofonisten James Brandon Lewis als einen der Jazzmusiker der Stunde zu bezeichnen. Mit seinem kraftvollen, direkten und reichen Tenorsaxophonsound und einer lyrischen Qualität, die sich sowohl in seinen Soli als auch in seinen Kompositionen entfaltet, sorgt er für Furore: Ob im Quintet mit den Messthetics oder – am eindrucksvollsten – mit seinem Quartett.
Mit dem Pianisten Aruán Ortiz, dem Bassisten Brad Jones und dem Schlagzeuger Chad Taylor pflegt James Brandon Lewis eine Urwüchsigkeit, die einem den Atem verschlägt. Aber es schwingt in den lyrischen Passagen auch eine Spur Verletzlichkeit und berührende Zartheit mit – wie sie auf dem im vorigen Jahr erschienen Album „Abstraction is Deliverance“ zu hören ist.
Mit einem tiefen Sinn für harmonische Prägnanz und Dynamik entwickelt das Quartett ein lebendiges Zusammenspiel, das auf die kleinsten atmosphärischen Schwankungen auf Sound- und Groove-Ebene reagiert.
Die New York Times hat ihn als „einen Saxophonisten, der Tradition verkörpert und zugleich über sie hinausgeht“ beschrieben, Saxofon-Legende Sonny Rollins meinte: „When I listen to you, I listen to Buddha, I listen to Confucius, I listen to the deeper meaning of life. You are keeping the world in balance.”
(ca. 20 Uhr)

PABLO HELD – piano
ROBERT LANDFERMANN – bass
JONAS BURGWINKEL – drums
ALEXANDRA RIDOUT – trumpet
MARTA WAJDZIK – saxophone
Seit zwei Jahrzehnten prägt Pablo Held mit Bassist Robert Landfermann und Schlagzeuger Jonas Burgwinkel die europäische Jazzszene. Das Trio ist bekannt für sein einfühlsames Zusammenspiel, musikalisches Risiko und improvisatorische Fähigkeiten. Ihre Auftritte sind packend und unvorhersehbar, ständig die Grenzen von Improvisation und Komposition überschreitend. Dies hat ihnen die Bewunderung des Publikums, der Kritiker und der Jazzgrößen eingebracht. John Scofield nannte sie „eine der großartigen Bands der heutigen Musik“.
Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums arbeitet das Trio im laufenden Jahr mit besonderen Gästen zusammen. In Krefeld mit dabei: Alexandra Ridout und Marta Wajdzik.
Die herausragende britische Trompeterin Alexandra Ridout ist eine der aufregendsten jungen Stimmen im internationalen Jazz. Sie gewann zahlreiche Preise und spielte in ihrer eigenen Band und mit renommierten Musiker*innen auf den großen Festivals in Europa und den USA. Ihr Spiel wird für seine Wärme, Klarheit und bemerkenswerte musikalische Tiefe gelobt.
Die Alt- und Sopransaxophonistin Marta Wajdzik gehört ebenfalls zur NEXT GENERATION im europäischen Jazz. Sie ist eine der jüngsten, unbedingt jedoch eine der versiertesten und kreativsten polnischen Saxophonistinnen. In eigenen Projekten und Bands arbeitete sie ebenso wie an der Seite namhafter Künstler*innen.
(18:30 Uhr)

Leitung:
Stephan Schulze und Florian Raepke
Im vergangenen Jahr feierte das Jugendjazzorchester sein 50jähriges Bestehen. Es diente seinerzeit als Modell für viele weitere Landesjugendjazzorchester und wirkte damit strukturstiftend für die musikalische Jugendbildung. Vielen seiner Mitglieder dient das professionelle Umfeld als Sprungbrett für die spätere künstlerische Arbeit als Profimusiker*in. Bislang haben über 600 Jugendliche im Orchester mitgewirkt; mehr als ein Drittel von ihnen ist heute professionell musikalisch tätig.
Das Orchester hat auf der ganzen Welt Konzerte gespielt. Bisherige Reisen führten u.a. in die ehemalige Sowjetunion, nach Afrika, Nord- u. Südamerika, in die Karibik, den Nahen Osten, nach Australien, Neuseeland, Indien und China. Mehr als ein Dutzend aufgenommener Alben und ein eigener YouTube-Kanal zeugen von der Kreativität und Wandelbarkeit des Ensembles. 2013 wurde es mit dem WDR-Jazzpreis ausgezeichnet.
Das Repertoire des JJO NRW wird sowohl durch die Jazztradition als auch durch zeitgenössische Strömungen bestimmt. Es umfasst in der Regel Eigenkompositionen und Arrangements der Leiter. Deren unterschiedliche musikalischen Schwerpunkte sorgen dafür, dass das Ensemble stilistisch breit aufgestellt ist. Insofern darf man auf die Setlist für das Festival gespannt sein.