Jazz an einem Sommerabend

Jazz an einem Sommerabend

Burg Linn Krefeld, Samstag, 20. August 2022 – 19 Uhr, Einlass 18:30 Uhr

AK: 42,- €, erm. 28,- € // VVK: 36,- €, erm. 23,- € je zzgl. Gebühr // JKK 21,- €

Die Bands

THE VIJAY IYER TRIO (ca. 22.20 Uhr)

Collage © Peter Schmitz

VIJAY IYER piano
MATT BREWER double bass
JEREMY DUTTON drums

Der Pianist Vijay Iyer vereint in sich mannigfaltige kulturelle Prägungen. Er wurde in den USA als Sohn tamilischer Einwanderer geboren, seine musikalische Begabung wurde früh erkannt. Mit drei Jahren schon erhielt er eine klassische Violinausbildung, aber dann wechselte er zum Klavier – zum Glück seiner Fans weltweit.

Iyer hat die Geschichte des Jazzpianos von ihren Ursprüngen bis heute, vom Stridepiano über den Bebop bis zu zeitgenössischen und freien Spielformen verinnerlicht und versteht es wie nur wenige, all diese Stile nach Belieben zu kombinieren. Die Jazz-Elemente reichert er dann auch noch mit indischen und westafrikanischen Einflüssen an. So wird aus Iyers Musik ein schillernder Hybrid, den er mit virtuoser Technik zu einzigartiger Originalität formt.

Die New York Times nannte ihn einen führenden Musiker seiner Generation, die Jazzwelt überhäufte ihn mit Preisen. Nach Krefeld kommt der mehrfache Downbeat-Poll-Gewinner und Echo-Preisträger Iyer nun schon zum vierten Mal, dieses Mal mit seinem aktuellen Trio, das mit Matt Brewer am Kontrabass und Jeremy Dutton am Schlagzeug exzellent besetzt ist.

Brewer gilt mit seinem tragenden Ton und seinem präzisen Timing als begehrter Begleiter, und der noch junge Jeremy Dutton wird derzeit als einer der dynamischsten und aufregendsten Drummer der New Yorker Szene gehandelt.

FLAT EARTH SOCIETY ORCHESTRA (19.00 Uhr)

Foto © Phile Deprez

PETER VERMEERSCH bass clarinet, vocals, electronix • FREDERIK LEROUX guitar • PETER VANDENBERGHE keys, piano • WIM SEGERS vibraphone • MICHEL MAST tenor sax • BRUNO VANSINA baritone sax, flute • BART MARIS trumpet • PETER DELANNOYE trombone • KRISTOF ROSEEUW double bass • TEUN VERBRUGGEN drums • BENJAMIN BOUTTREUR alto sax • MARTĺ MELIÁ tenor sax • BERLINDE DEMAN tuba, vocals • PAULINE LEBLOND trumpet, vocals • MARC MEEUWISSEN trombone

Das Flat Earth Society Orchestra leistet seit Jahren erfolgreich Widerstand gegen das Aussterben der Gattung Big Band. In Belgien ist die 15-köpfige Truppe – nach eigener Auskunft – „das Flaggschiff des leicht gestörten belgischen Jazz“. Ihre raffinierte Mischung aus Bigband-Tradition, Progrock-Kontrasten, Balkan-Gebläse, Zappa-Eklektik und Tango-Elementen riss das Publikum überall von den Sitzen. So unberechenbar ihre Musik ist, so verlässlich ist die Qualität dieser Band. Der 15-köpfige Moloch spielt vom Blatt und mit straffen Arrangements und gleichermaßen mit unkonventionellen Improvisationen in unbegrenzten Freiheitsgraden.
Besucher, die auf der Suche nach Spielfreude und Unerwartetem sind, werden nicht enttäuscht werden.

THE JAKOB MANZ PROJECT (ca 20.40 Uhr)

Foto © Thomas Thiel

JAKOB MANZ alto saxophone
HANNES STOLLHEIMER piano, keys
FRIEDER KLEIN bass
PAUL ALBRECHT drums

Mit ihrem frischen und zupackenden Sound gehört The Jakob Manz Project zu den erfolgreichsten Bands des jungen deutschen Jazz. Ihr Debüt Album „Natural Energy“ erschien im April 2020 beim renommierten Label ACT und fand in der Presse vielfältige Beachtung (Rezensionen in u.a. Rolling Stone, SWR2 und 3sat Kulturzeit).

Direkter und klarer Sound, Dynamik und emotionale Tiefe zeichnen ihre Musik aus. Die Band spielt einen sehr groovigen Jazz, der mit zahlreichen Einflüssen aus Funk, Soul, Pop, Filmmusik, Hip-Hop, Rock oder Weltmusik angereichert ist. Die Individualität der Bandmitglieder spiegelt sich in den vielfältigen Eigenkompositionen wider, jeder gibt der Musik seine eigenen Impulse.

Die Band spielte sich auf zahlreichen Konzerten in die Herzen ihres Publikums, darunter auch auf großen Festivals wie den Leverkusener Jazztagen, dem LOTOS Jazzfestival (Polen) oder Jazz Baltica. Nach ihrem Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen schrieb der Kölner Stadtanzeiger: „Es besteht kein Zweifel, dass Jakob Manz und Co. die derzeit heißeste Band sind, die beim renommierten ACT-Label unter Vertrag steht.“